Archiv für den Monat: Juni 2017

Ärger mit Thinius Yachtcharter!

Die deutsche Charterfirma Thinius Yachtcharter hatte 2016 für einen Eklat gesorgt, indem sie mit Dutzenden Kunden Charterverträge abgeschlossen, aber zum Antritt für den Segelurlaub dann keine Yachten zur Verfügung gestellt hatten. Zudem meldeten sich mehrere Eigner von Kaufcharter-Modellen, die berichteten, dass Thinius Yachtcharter die kassierten Chartergebühren nicht an die Eigner weitergeleitet hätte. So entstanden Forderungen in Millionenhöhe, die in der Zwangsversteigerung von Thinius-Yachten sowie der Büroräume des Vercharterers mündeten.

Ärger mit Thinius
Thinius Yachtcharter insolvent

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt seit acht Monaten gegen Thinius Yachtcharter wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs. Diverse betroffene Kunden hatten Strafanzeige gestellt. In der Folge war es Ende 2016 still geworden um die Firma: Die Basis in Lemmer wurde geschlossen, an alten Standorten ist die Konkurrenz präsent.

Offenbar agiert der Geschäftsführer von Thinius Yachtcharter Andreas Kühn weiter. Seine Webseite ist noch immer online, und Kühn nimmt nach unseren Informationen weiter Anfragen von Kunden sowie auch Buchungen an.

Einer Charteragentur gegenüber hatte sich Andreas Kühn (Geschäftsführer von Thinius Yachtcharter) bereits 2016 selbst als insolvent bezeichnet, bis heute aber keinen Insolvenzantrag gestellt.

Schlimmer noch: Kühn hat offenbar auch eine schlecht informierte Online-Agentur auf Mallorca Yachten buchen lassen, die es gar nicht mehr gibt. Das jedenfalls legt eine Mail nahe, mit der die Agentur vor wenigen Tagen Ersatzschiffe für Thinius-Buchungen suchte.

Der bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf für den Fall Thinius zuständige Staatsanwalt Hauke Lorenzen wollte auf Anfrage mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine weiteren Auskünfte zu deren Stand geben. Die Staatsanwaltschaft empfiehlt Betroffenen bei Betrugsverdacht direkt Strafanzeige bei ihr zu erstatten oder bei der nächstgelegenen Polizeiwache.